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Was ist wichtig zu wissen, wenn mein Kind ein Instrument lernen möchte?

Was ist wichtig zu wissen, wenn mein Kind ein Instrument lernen möchte?
8. April 2020 Aloisia Dauer
Instrument lernen

Ihr Kind möchte ein Instrument lernen und der Wunsch entsteht aus Lust und Neugierde. Ihr Kind hört bei einem Konzert die Geige oder Flöte oder klimpert auf dem Klavier der Nachbarn. Auch ältere Geschwister die ein Instrument lernen, fördern den Wunsch im Kind. Der Impuls ein Musikinstrument lernen zu wollen, kommt von den unterschiedlichsten Quellen. Erst einmal ausprobiert, Instrument gekauft oder geliehen, für den Musikunterricht angemeldet, geht es dann mit großer Vorfreude in den Musikunterricht. Aus den ersten Unterrichtsstunden kommt ihr Kind euphorisch nach Hause und will gleich alles ausprobieren. Dann nach einiger Zeit beginnt die Phase: das Kind will nicht üben. Vielleicht befinden Sie sich schon mittendrin oder haben Angst davor, in ein teures Instrument zu investieren, nur um dann Ihr Kind zum Üben zu zwingen. Erfahren Sie in diesem Artikel, was wichtig ist, wenn Ihr Kind ein Instrument lernen möchte.

Was ist passiert? Vergeht so schnell die Freude ein Instrument zu lernen? Das Kind hat angefangen zu spüren, dass Üben und Musizieren nicht das gleiche sind. Musizieren im Unterricht, in der Gruppe, mit den Freunden in der Schule macht Spaß, aber das alleine Üben zu Hause ist nicht leicht.

Wie können Sie Ihr Kind beim Instrument lernen unterstützen?

Ein Instrument zu spielen ist ein Genuss und in den ersten Jahren eine der wenigen Tätigkeiten neben der Schule und dem Sport, die nicht leistungsorientiert sein sollte. Um effektiv zu Lernen ist es gut im Instrumentalunterricht Ziele anzustreben, jedoch gibt es keine Punkte, keine Noten, kein Bewertungssystem für das Musizieren. Machen Sie das auch dem Kind bewusst. Das Üben zu Hause kann trotzdem sich wie Arbeit anfühlen oder zur Pflicht werden, wie die Hausaufgaben. Wenn das Üben zu Hause zum Streitthema wird, verliert das Kind die Freude am Instrument. Auch nur das reine Training ohne Konzerte und Ensemblespiel nimmt den Spaß weg. Genauso wie die Begeisterung am Sport verloren geht, wenn nur Tennis- oder Fußballtraining absolviert wird, ohne jemals ein Match oder Fußballtournier zu spielen.

Aber wie kann das Üben nun zur Musik werden, ohne den Spaß daran zu verlieren?

In den Anfangsjahren benötigt der Instrumentalschüler Unterstützung nicht nur vom Lehrer, sondern auch von den Eltern zu Hause. Unterstützen Sie Ihr Kind, in dem Sie die Übezeit in den Tagesablauf einplanen, je nach Konzentrationsphasen des Kindes. Bleiben Sie beim Üben dabei, denn viele Kinder spielen gerne ihre Stücke vor. Auch wenn Sie das Instrument nicht beherrschen, helfen Sie, indem Sie aktiv Zuhören. Das Kind muss Vertrauen in sich selbst gewinnen beim Üben. Ein Instrument zu lernen ist zu Beginn ein großer Teil Bewegungslernen. Genauso wie Sie Ihr Kind beim Laufen lernen, Fahrrad fahren oder Schlittschuh laufen ermutigt haben, die Bewegungen wieder und wieder zu probieren, braucht das Kind für das Musikinstrument lernen die gleiche Ermutigung. Durch die Wiederholung prägt sich die Bewegung ein, die für einen Bogenstrich zum Beispiel nötig ist.

Zielorientiertes Üben bringt sichtbare Erfolge. Übeziele werden oft vom Lehrer vorgegeben, sollten aber auch vom Kind formuliert werden. Ein Übeziel kann der Wunsch sein, ein bestimmtes Lied für die Schulaufführung zu lernen, für die Oma zum Geburtstag oder für das Zusammenspiel mit einem Musikpartner zu üben. Fragen Sie Ihr Kind vor dem Üben, wofür es üben will und legen Sie in den Anfangsjahren gemeinsam kleine und große Übeziele fest. Übeziele aufzuschreiben kann helfen Abwechslung in die Übewoche zu bringen, Fortschritte sichtbar zu machen und hilft dem Kind die Aufmerksamkeit auf die wichtigen Elemente zu lenken, auf die beim Üben geachtet werden sollen. Sie können einen Übeplan in einem eigenen Notizbuch entwerfen oder das Übetagebuch nutzen. https://yourmusicmind.com/produkt/uebetagebuch/

Warum das Aufschreiben der Übeziele, das Üben erfolgreicher macht, können Sie hier lesen: Übeziele aufschreiben – warum?

Suchen Sie einen ruhigen Übeort, an dem das Kind ungestört mit dem Instrument spielen kann. Wenn es der Platz zulässt, schaffen Sie ein „Übezimmer“, an dem Ihr Kind genug Platz für das Instrument und zum Bewegen hat, die Noten griffbereit liegen und genug Licht vorhanden ist. Kinder haben einen eigenen Ordnungssinn. Lassen Sie deshalb Ihr Kind den Übeplatz miteinrichten, so dass es sich dort wohl fühlt.

Nehmen Sie sich Zeit, beim Üben dabei zu sein. Dies ist vielleicht nicht jeden Tag möglich, aber wenn Sie schon einige Male in der Woche sich dazusetzten und zuhören, sich vorspielen lassen, genießen viele Kinder schon diese besonderen Momente der Aufmerksamkeit. Lassen Sie das Kind mit dem Instrument ruhig auch experimentieren und frei improvisieren. Die individuelle Kreativität wird ausgelebt und das Instrument spielerisch entdeckt.

Unterstützen Sie Ihr Kind, denn Training braucht auch Überwindung. Genauso wie auch wir Erwachsene uns trotz Zielsetzung und Freude an der Tätigkeit auch Unlust verspüren, ergeht es den Kindern genauso. Musizieren und Üben braucht viel körperliche Energie und es ist ganz normal, dass an manchen Tagen weniger Motivation, Energie und Konzentration zum Üben vorhanden ist. Unterstützen Sie Ihr Kind in solchen Phasen ohne Angst zu haben, dass es bereits die Motivation am Musikinstrument verloren hat. Lassen Sie Ihr Kind an solchen Tagen vielleicht lieber die Lieblingsstücke durchspielen oder hören Sie sich gemeinsam Musik als Inspiration an. Manchmal ist eine kurze Übeeinheit effektiver, wenn wenig Energie da ist. Besser wenig üben, als gar nicht an solchen Tagen.

Effektives Üben ist dennoch mehr als nur Durchspielen der Hausaufgabenliste. Das Lernen fällt allgemein leichter, wenn das Kind einen Sinn darin sieht und bekommt mehr Spaß am Instrument, wenn es die Verknüpfung der Übungen zur Vorbereitung der Stücke erkennt. Festgelegte Lernziele helfen die Übephase zu strukturieren und Fortschritte werden leichter erkannt. Helfen Sie Ihrem Kind dabei zu entdecken, wie es am besten lernt und was für ein Lerntyp in ihm steckt. So kann es aufmerksam bleiben und konzentriert Lernen.

Der größte Einfluss auf gutes Lernen hat aber das soziale Umfeld. Menschen in unserem Umfeld inspirieren uns zum Lernen, zum Üben und zum Entdecken. Der Lehrer ist genauso eine wichtige Inspiration, wie gleichaltrige Freunde, die Instrumente lernen. Musizieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, auch nur als Zuhörer. Wenn Kinder die Freude an der Musik teilen können, geht der Spaß nicht verloren, auch wenn einige Übungen anstrengend sein können. Musik macht gemeinsam am meisten Spaß.

Viel Freude beim Musizieren,

Ihre Aloisia Dauer

 

Weitere hilfreiche Artikel: https://yourmusicmind.com/die-vorteile-des-musikmachens-fuer-das-gehirn/

Comments (4)

  1. Leopold Müller 1 Jahr ago

    Dieser Beitrag zeigt gut, was wichtig ist, wenn das Kind ein Instrument lernen will. Es stimmt, dass man es dann manchmal motivieren muss, dass es daheim die Übungen macht. Aber das ist nicht immer so, mein Sohn hat seit einem Jahr Gitarrenunterricht und möchte immer von sich aus üben.

    • Author
      Aloisia Dauer 1 Jahr ago

      Das ist schön, dass Ihr Sohn so viel Freude beim Gitarren lernen und Üben hat. Ein tolles Beispiel!

  2. Kathi Seibert 2 Jahren ago

    Ich möchte gern, dass mein Kind ein Instrument lernt. Im Musikgeschäft hat er sich besonders für Seiteninstrumente interessiert. Ich werde darauf achten, die Übezeiten in den Tagesablauf des Kindes einzuplanen. Mal sehen wie lang hier die Konzentrationsphasen werden.

    • Author
      Aloisia Dauer 2 Jahren ago

      Liebe Frau Seibert, schön, dass Ihr Sohn sich für ein Instrument interessiert. Das Musizieren ist eine wunderschöne Bereicherung für die Entwicklung der Kinder. Zu Beginn ist das regelmäßige üben wichtiger, als das lange üben. Da die Musikstücke auch kurz sind, lieber nur 10-15 Minuten einplanen und vielleicht dann lieber 2x am Tag, als zu lange am Stück. So bleiben die Kinder zu Beginn konzentriert am Üben. Bei Fragen können Sie immer gerne schreiben an hello@yourmusicmind.com oder wöchentliche Übetipps auch per Newsletter erhalten: https://yourmusicmind.com/newsletter-anmeldung/
      Viele Grüße, Aloisia Dauer

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